Geschichte des Talraums

Landschaftswandel

Im Laufe der Zeit hat sich das Möhnetal gewandelt. Früher diente es den umliegenden Siedlungen überwiegend zur Gewinnung von Heu.  Diese Landnutzung erhielt lange Zeit die einmalige Lebensraumvielfalt der Aue.


Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Möhnetal durch den Bau der Möhne-Chaussee (heutige B516) und der Eisenbahn verkehrsmäßig erschlossen. Der Talraum wurde eingeengt und die Möhne begradigt.

Seit den dreißiger Jahren, verstärkt aber nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Feuchtwiesen durch Entwässerung und Düngung großflächig in Fettwiesen oder durch den Pflug in Äcker umgewandelt.

In Bereichen die nicht mehr wirtschaftlich erschienen wurde die Bewirtschaftung aufgegeben. Für die modernisierte Landwirtschaft waren diese Flächen einfach zu nass oder zu klein.


Ab den 50er Jahren wurden die artenreichen, aber wenig ertragreichen Flächen kaum noch bewirtschaftet oder mit Nadelgehölzen aufgeforstet.